Samstag, 13. Dezember 2014

Frühstück...warm

...ich muss mal alle alten Posts überarbeiten, aber bevor ich dazu Zeit finde...

Naja dafür lieber erstmal was mir gerade so im Kopf rumschwirrt.

Frühstück, die wichtigste Mahlzeit des Tages.

Auch wenn dann wieder von diesem oder jenem Magazin gesagt wird es sei nicht so oder was auch immer.
Mancher kann gleich in der früh nichts essen aber irgendwann kommt halt dann doch der Hunger und man braucht was in den Magen.

Viele Frühstücksflocken haben so viel oder gar mehr Zucker als Kekse und Kuchen und sind meist auch noch aus Weissmehl.
Es gibt auch einige gesunde Frühstücksflocken.
Und leider kann das Geld manchmal so knapp sein das auch die flach fallen.

Wer sich dann noch gesund ernähren will und nicht nach einer Stunde schon wieder wegen vorangehender Zuckerüberladung hungrig zu sein, für den gibt es einige preiswerte Möglichkeiten.


Porridge

Haferschleim klingt absolut unappetittlich und als Kind war diese Schonkost auch absolut eklig und schleimig.
Nichts was man gerne essen will oder jemandem anbieten, aber dann kam Porridge, klingt doch auch viel netter.

Am sämigsten wird der Porridge wenn man zarte Haferflocken am Abend mit der dreifachen Menge Wasser quellen lässt.

Dann bringt man am Morgen die dreifache Menge Wasser(oder Milch) zum kochen und rührt die eingeweichten Haferflocken ein.

Setzt man die Haferflocken gleich so mit mehr Flüssigkeit auf den Herd, backen oder brennen sie gerne an.

Wenn man die eingeweichten Haferflocken in die kochende Flüssigkeit rührt, quellen sie schön weiter auf und es backt nichts an..sofern man weiter gut rührt.

Das kann man dann süß oder herzhaft essen.

Persönlich koche ich mir den Porridge immer etwas cremiger statt fester.

1 Teil Flocken zu 6 Teilen Wasser ist fester.
Mit 8 Teilen Flüssigkeit ist er cremig, sämig.

In Wasser zu kochen macht geschmacklich nicht viel Unterschied zu Milch und spart Milch wenn man diese anderswo anwenden will wo man den Unterschied wirklich schmeckt, etwa im Kaffee. Oder im Kakao.

Leitungswasser ist billig, Milch muss man extra kaufen. Meiner Devise nach heisst das sparen wo es unmerklich ist und dort benutzen wo es sein muss.

Klassischer Porridge wird sowieso in Wasser gekocht und danach am Tisch noch Milch oder Sahne dazu gegeben.

Grundrezept:1 Person

100g Haferflocken
50g Rosinen
300ml Wasser

Über Nacht zusammen einweichen.

Morgens 400ml Wasser zum kochen bringen und die eingeweichte Haferflockenmischung hinein geben, am besten mit einem Löffel. Wenn alles auf einmal reinrutscht schwappt das Wasser raus und man verbrennt sich, kleine Warnung an Kochneulinge.

Unter ständigem Rühren aufkochen lassen, es dickt nach einiger Zeit an, eventuell noch etwas Wasser dazu geben und dann zur Seite stellen.


Jetzt wäre der Grundporridge eigentlich fertig. Für herzhafte Speisen muss man die Rosinen nicht weglassen, etwas Süße in herzhaften Gerichten unterstützt den Geschmack.

Für diese Menge Haferbrei  reicht ein Esslöffel Süßungsmittel. Ob nun Marmelade(oh heisst ja jetzt Konfitüre), Agavensirup, Zucker oder Honig. Andere mögen es wohl süßer, doch lieber langsam anfangen und dann steigern.
Wir sind es viel zu süß gewöhnt.

Damit einem das genug Energie für den Tagesstart gibt kann man dann noch Nussmuße, frisches Obst, gemahlene Nüsse und ähnliches untermischen.

Eine Schale Porridge mit Rosinen und einem Esslöffel Süßungsmittel hat etwa 450 Kalorien. Das hält erstaunlich lange satt und ergibt eine ebenso erstaunlich große Schale voll Porridge von den bischen Haferflocken.

Winterporridge

50g gemahlene Nüsse
50g getrocknete Früchte nach Wahl
100g Haferflocken
 -über Nacht gemeinsam einweichen, getrocknete Früchte vorher eventuell klein hacken.

Zimt und Vanillezucker nach Geschmack
etwas geraspelte Schokolade
Süßungsmittel nach Wahl
-nach dem kochen in den fertigen Porridge einrühren.

Die Nüsse quellen mit und geben noch etwas mehr Geschmack und sind besser verdaulich, so liefern sie noch einmal 250 Kalorien mehr.

Gerade wenn man nicht viel in den Magen verträgt bringt das wenig Volumen aber genug Energie für den Start in den Tag, Eiweiss und gesunde Fette.

Porridge mit Kokosmilch

Was, Kokosmilch ist doch so teuer?

Wenn man sie in der Dose kauft dann schon.
Aber einen Beutel Kokosflocken a 200g, der ist schon weitaus billiger und  wenn man einen Mixer hat, bekommt man damit einen ganzen Liter Kokosnussmilch.

Die Kokosflocken über Nacht in 800ml Wasser quellen lassen, in der früh ordentlich durchmixen.

Wer einen guten Mixer oder gar eine Küchenmaschine hat, der kann die Flocken erstmal mit weniger oder sogar ohne Flüssigkeit zermusen. Bei guten Küchenmaschinen(ganz ohne Wasser zermust) erhält man dann Kokosnusspaste die man nach dem Kochen in den Porridge einrühren kann.

Das Kokosnussmus hebt man wie die Milch im Kühlschrank auf.
Das Mus hält sich einige Wochen, die Milch nur einige Tage, ausser man kocht sie auf und füllt sie in Gläser mit Metalldeckel oder entsprechende Flaschen(etwa die von Grillsoßen)  so das sie pasteurisiert sind.

Abseihen kann man die Flocken wenn noch welche drin wären in der Milch, diese kann man dann in Eintöpfen, Suppen oder Keksen verwenden.

Mandelmilch&Haselnussmilch


Diese erhält man auf dieselbe Weise wie Kokosnussmilch.

200g gemahlene Nüsse
800ml Wasser

Beides über Nacht einweichen, dann mit dem Mixer pürieren, fertig.

Wichtig:

Vorher die Nüsse probieren, manchmal sind ranzige Packungen dabei, diese reklamieren.
Ranzige Nüsse sehen runzelig aus, das weisse innere ist gelblich verfärbt und der Geschmack, der ist eindeutig eklig.

So kann man bei gemahlenen Nüssen in der Packung oft schon an der gelblichen Verfärbung erkennen das was nicht stimmt.

Nussmilch am besten aufkochen nach dem Mixen, dann abfüllen sofern man sie nicht innerhalb von 1-2 Tagen verbraucht.

Gerade Mandelmilch wird ohne abkochen schnell schlecht.


Würziges Porridge

Kann man mit Brühe ansetzen und getrocknetes Gemüse mit einweichen.
Dort wo die Salatkräuter getrocknet stehen gibt es oft klein geschnittenes, getrocknetes Suppengrün.

Oder nach dem Kochen entsprechend würzen. Hier kann man auch Gekochtes vom Vortag mit hinein geben.
Besonders wenn man nicht 2-3 Tage an demselben Eintopf essen will und ein anderer Geschmack her muss.

In Asien ist Reisporridge mit gekochtem Gemüse, frischen Frühlingszwiebeln  und je nach Region eingelegtem Gemüse,  Fisch oder auch Pulled Pork das übliche Frühstück.

Also lasst euch nicht sagen warmes Frühstück geht nicht und ja, auch wir haben früher warmes Frühstück gehabt.
Frühstücksflocken bzw das kalte Frühstück gibts es noch garnicht so lange  wie man denken mag.

Geröstete, gemahlene Nüsse machen sich auch in einem herzhaftem Porridge gut, ebenso wie Röstzwiebeln.
Oder eben das Brot und die Semmeln die schon hart werden würfeln, im Ofen trocknen oder in der Pfanne mit etwas Öl rösten und in das Porridge mischen.

Die Brotwürfel kann man auch gut auf Vorrat machen und in einer Dose aufheben. Man muss das Brot auch nicht würfeln, dünne getrocknete Brötchen- und Brotscheiben eignen sich auch für viele andere Gerichte.

Und wenn ihr was Neues ausprobiert, klein anfangen und erstmal austesten bevor ihr einen ganzen Topf voll dastehen habt dessen Inhalt euch nicht schmeckt.

Die Grundbasis für das Porridge kommt einen etwa auf 50 cent und ist sicher vollwertiger als Weissbrot mit Margarine  und dem bischen Belag den man sich leisten kann, oder Frühstücksflocken mit Milch.
Und es hält wesentlich länger satt.


P.S., nein ich will euch euer Wurstbrot oder Leberkassemmel nicht verbieten, nur eine Alternative zeigen.
Gerade wenn das Geld knappt ist und vor allem wenn man sich einteilen muss was man noch hat so das man am Wochenende vielleicht ein wenig *mehr* haben kann.












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