Montag, 15. Dezember 2014

Haustiere...

Die große Schande bei Hartz4...

Was bringt man den Leuten und vor allem den Kindern denn bei wenn das geliebte Haustier nicht mehr zu behalten ist?

Haustiere die oftmals gerade den Kindern eine große emotionale Stütze sind, hier haben die Politiker knallhart versagt, das ganze Sozialsystem.

Haustiere sind Teil der Familie, Therapeuten, Sportler, Entertainer, Clowns...Lehrer.

Und besonders diese Sparsendungen wo dann ein Experte sagt dass das Haustier abgeschafft werden muss weil man dann X-Kosten spart.
Was dann aber emotional eingebüsst wird und das sich viele Leute dann noch mehr als Versager vorkommen und garnicht mehr sozial was unternehmen wollen, das wird garnicht beleuchtet.


Hier müsste dringendst was geändert werden.

Denn was passiert dann mit dem Tier? Im besten Falle nimmt es ein Tierfreund oder das Tierheim, im schlimmsten Fall...

Und dann wird sich beschwert das es viel zu viele herrenlose Tiere gibt etc pp...

Wieso nicht eine monatlich berechnete Ration Tiernahrung und Streu etc bewilligen? Oder eine Versicherung die dann im Krankheitsfall beim Tierarzt Kosten spart...sowas müsste her.

Ja, da müsste einiges bedacht werden, etwa dass das Tier kastriert sein müsste damit nicht noch mehr nachkommen, oder kein neues einfach ohne Grund angeschafft wird nur weil man es sich dann leisten könnte.
Sondern halt wenn etwa das Familientier gestorben ist und der Kumpel einsam ist oder so.

Wenn man Glück hat kriegt man Spenden bei der Tiertafel, vom Tierschutz...von Freunden.

Und ansonsten, muss man einsparen...ein paar Tips gibts hier:

Sparen mit Haustier, nicht auf Kosten der Tiere

Bei Tieren die Diätnahrung brauchen sollte man sich auf jeden Fall umhören ob man z.b. bei einem Tierschutzverein weiterkommt.
Oft hilft hier auch das Internet weiter.

Gerade bei teuren Tierarztmarken gibt es oftmals *Abklatsch* Produkte anderer Firmen die ebenfalls gut vertragen werden.

Bei Tieren die keine Spezialnahrung brauchen geht folgendes bei der Nahrung:

-Hunde

Hier kann man die Nahrung strecken indem man Haferflocken und Reis untermischt.

Der Reis sollte gekocht sein und die feinen! Haferflocken mit heissem Wasser aufgeweicht werden.
Ein bischen Öl unter die Nahrung liefert zusätzlich Kalorien.

Oft braucht der Hund garnicht soviel Eiweiss und es mangelt einfach an Fett als Energielieferant, deswegen schlingen viele Hunde so große Mengen herunter und sind trotzdem normalgewichtig.

Dosenfutter wird aus 50% Grundstoff und 50% extra Wasser gemacht, so macht man mit Wasser Geld.


Da wird dann oftmals selber kochen am Ende billiger wenn man z.b. online bei Barflieferanten, dem netten Metzger oder auch bei einem Wirtshaus dann Fleischreste kauft.
Hühnerklein das Kilo für einen Euro, das ganze gewolfte Huhn für 2, Rinderkopffleisch, gemischte Fleischreste für 2-3 Euro.

Das dann gekocht mit Reis, Haferflocken, Kartoffeln und Gemüse macht den Hund wirklich satt und kommt billiger als Dosenkost.
Ein Kilo Dosenkost für 80 cent, dann ist aber die Hälfte davon Wasser und was sonst drin ist, will mans wissen?

Selber Gekochtes hilft auch oft bei Verdauungsproblemen, Haar- und Hautproblemen.
Ausprobieren ist es auf jeden Fall wert.

Unser Hund(25kg) bekam immer auf 1 Pfund Hühnerklein 1 Pfund ungekochten Reis, dann noch 1 Pfund gemischtes, geraspeltes Gemüse, 1 Pfund Linsen
Das wurde alles zusammen im Schnellkochtopf mit genug Wasser aufgesetzt und das reichte dann für etwa eine Woche.
Da gabs noch etwas Fett drauf, Tischreste, mal ein Joghurt, aber auch trockenes Brot.
Der ist damit fast 15 Jahre alt geworden. Und die Hautprobleme die er hatte waren damit auch weg.

Bei Katzen ist das Ganze schon schwieriger.

Ganzes, gewolftes Huhn was man etwa bei Tiermanufakturen für Rohfleischfütterung kriegt kommt auf 2-3 Euro das Kilo.

Und das enthält alles was die Katze braucht, da braucht es auch keine Zusätze mehr.
Es wird roh gefüttert, das ist fast so als würde die Katze Mäuse bekommen. Vollwertig halt.

Da braucht man viel weniger als von der Dosenkost und es spart Tierarztkosten.


Bei Katzen die Trockenfutter kriegen und öfters erbrechen, hilft es meist schon die Trockennahrung in warmen Wasser quellen zu lassen.
Das Quellen im Magen führt durch den Entzug von Wasser aus der Schleimhaut oft zu Reizungen die dann das Erbrechen auslösen.

Wenn man bedenkt dass das dann um das dreifache anschwillt, kann man sich vorstellen warum Trockennahrung zu Bauchbeschwerden führt.
Trinkt die Katze dann noch zuwenig, umso schlimmer.

Man kann die Tagesportion natürlich nicht auf einmal geben, die wird sonst schlecht.
Aber erstmal 1/4 der Tagesration mit der zweifachen bis dreifachen Menge heissem Wasser einweichen und probieren ob es die Katze mag.

Bei älteren, dürren Katzen hilft ein Teelöffel Fett über die Tagesportion aufgeteilt wieder etwas zuzulegen.

Mit Leinöl habe ich die besten Erfahrungen gemacht, das ist auch für den Mensch gut.
Ein paar Speisehefeflocken oder Bierhefe drüber...man muss ausprobieren was es der Katze schmackhafter macht. Vielleicht auch ganz wenig geriebenen Käse untermischen.
Oder eine Prise Bratensoßenpulver, wirklich nur eine Prise.

Viele Katzen sind garnicht so mäkelig wie sich das ihre Menschen vorstellen, wir sehen Katzen nur auch so gerne als wählerische Prinzen und Prinzessinen die auf uns herab sehen...aber die meisten Katzen sind garnicht so.

Wenn man dann zuviel Aufriss macht "Mag sies, mag sie es nicht, sie frisst es, oder nicht, was mach ich nur"...

Je gestresster der Mensch bei einer Nahrungsänderung ist, umso misstrauischer die Katze die dann nichts annehmen will, nicht mal Kaviar. Deswegen nehmen sie auch oft keine Leckerchen mit Tabletten drin, sie sehen uns an das da was nicht stimmt, also immer locker bleiben.



Hamster/Ratten/Mäuse

Die teuren Fertigmischungen sind oft garnicht nötig. Viele sind einfach nur Geldmacherei mit Tammtamm das die Tiere garnicht brauchen.

Eine gute Saatenmischung für Wellensittiche beschäftigt die Tiere aufgrund der kleinen Körner.
Mischungen mit Erdnüssen und Getreide machen schneller satt und enthalten oft unnötig viele Kalorien die das Tier dann dick machen.
Selbes Spiel mit den meisten Pellets. Viel Getreide, zuviele Kalorien.

Und die getrockneten Mehlwürmer und Trockenfleischbröckchen die drin sind, sind entweder unnötig oder Mist.

Neben einer Wellensittichsaatmischung kann man dann alles mögliche an Gemüse reichen. Obst nur in kleinen Mengen, weil viel Zucker.
Nüsse und Saaten sind Leckerchen.
Gekochte, ungesalzene Kartoffeln kann man auch anbieten, ebenso gekochtes, ungewürztes Gemüse  und Vollkornnudeln.

In freier Wildbahn verbrennen die Tiere weitaus mehr Kalorien und brauchen mehr Eiweiss.
In menschlicher Obhut führt gerade zuviel Eiweiss und Kalorien zu Problemen und einem frühzeitige Tod.

Gebt euren Tieren auch frisches Grünzeug, Wiesengras, mal einen Zweig mit Blättern, ungiftig natürlich.

Es gibt jede Menge Tierseiten die euch da weiterhelfen was man so geben kann.

Quark und gekochtes Ei oder gar Fleisch  als Leckerchen ist unnötig meiner Meinung  nach. Tiere werden zwar von wilden Hamstern, Ratten und Mäusen auch erlegt und verzehrt, aber die haben auch einen höheren Bedarf und mehr Stress.

Gekeimtes Getreide, vor allem wenn es in Erde gesät ist und schon spriest ist eine tolle Zusatznahrung und Beschäftigung.

Meistens überfüttern wir unsere Tiere, Unterernährung mit Kalorien oder Eiweiss ist wirklich nicht das Problem.

Kaninchen, Meerschweinchen


Selbiges wie bei Mäusen und Co was Fertignahrung angeht.
Getreide, Pellets, Joghurtdrops, Nagerringe, Nagerkrokant und Co sind unnötig und oft schädlich.

Es braucht viele Faserstoffe damit die Verdauung funktioniert.

Wiesengras, Heu und Nagezweige sind das was als Grundnahrung immer da sein sollte.

Nicht von gespritzten Wiesen oder vom Straßenrand...und natürlich ungiftige Pflanzen.

Es braucht auch keinen Mais oder trockenes Brot. Gerade trockenes Brot macht Probleme. Es nutzt die Zähne nicht richtig ab, bietet kaum Ballaststoffe, Mineralien oder Vitamine und schadet den Zähnen  da es klebt.

Wenn man weiss wo man Grünzeug pflücken kann, dann kann man über die warmen Monate seine Tiere fast kostenlos halten.

Im Winter kann man reine Graspellets für Kaninchen und Meerschweinchen kaufen und Heu...das gibt es im Landhandel weitaus billiger aber auch Online gibt es gute Produkte.

Meerschweinchen können neben Menschen und Affen kein Vitamin C selbst herstellen, deswegen auf angereicherte Pellets achten und abwechslungsreich füttern. Notfalls auch ein bischen was davon ins Wasser  geben, Vitain C Pulver ist recht preiswert und reicht lange.

Auch Einstreu gibt es im Landhandel billiger als in Heimtiergeschäften und fürs Katzenklo kann man bei einer Schreinerei oder Sägewerk oft kostenlos den ein oder anderen Sack Sägespäne bekommen, oder halt für geringes Geld.

Das saugt meist genauso gut wie Bentonitstreu, ist billiger und die Katzen mögen es mehr als die harten Brocken unter ihren empfindlichen Sohlen.

Und man kann es besser kompostieren als  den Zement der dann durch feuchtes Bentonit/Mineralstreu entsteht.

Wellensittiche/Papageien/Vögel generell

Sonnenblumenkerne und Erdnüsse liefern zuviele Kalorien und sind oft schimmelbelastet.

Eine gute Körnermischung, der Vogelgröße angepasst, Gemüse, Obst, gekeimte Körner(Keimfutter-einfach mal danach suchen), gekochte Hülsenfrüchte, frisches Grünzeug von der Wiese und Nagezweige...

Zuviel Kalorien sind auch bei Stubenvögeln das Problem.

Magensteinchen, Austernschalen oder im Backofen desinfizierte, gemahlene Eierschalen sollten in einem extra Napf angeboten werden.

Das was in den Sandmischungen drin ist, ist meist unzureichend und der Vogel hat dann Verdauungsprobleme.

Ausgelegter Zellstoff ist hygienischer, notfalls auch Zeitungspapier und eben die extra gekaufte Magenstein-Austernschalenmischung im Napf. Das spart einmal Geld weil man nicht dauernd Sand kauft, aber löst auch das Entsorgungsproblem von dem benutzten Sand.

Papageiensand hat oft die richtige Sandkorngröße um von Wellensittichen und Kanarien als Magensteinchen benutzt zu werden. Wenn man dann im Backofen getrocknete Eierschalen fein zerkleinert und untergemischt anbietet, hat man selber eine Magenstein-Mineralmischung gemacht.

Eierschalen enthalten weit mehr Mineralien als die herkömmlichen käuflichen Mischungen wo dann nur eine kleine Anzahl diverser Mineralien drin ist. Da Eierschalen die gleichen Mineralien wie der Vogelknochen aufweist, sind diese mit über 30 verschiedenen Mineralien und Spurenelementen die bessere Wahl, ausser in bestimmten Einzelfällen.

Sepiaschalen sind auch ein gutes Mittel, allerdings für manche Vögel zu salzhaltig und zinkreich. Sollte euer Tier die nicht mögen, es weiss wahrscheinlich warum, also bietet etwas anderes an.
Ja, die werden in der Fabrik ausgekocht, trotzdem sind sie für manche Tiere nicht passend.

Also schmeisst eure Eierschalen nicht weg, trocknet sie bei 200 Grad im Backofen für 5 Minuten, mit einer Schale Wasser damit sich genug Dampf entwickelt, abkühlen lassen und dann  noch mit dem Nudelholz klein machen.

Was andere Tiere angeht, seht euch im Internet um, meldet euch bei Gruppen und Foren an. Dort sind oftmals viele Leute die euch weiterhelfen können was preiswerte Nahrung und die richtige Versorgung angeht.

Und im Notfall, so traurig es ist, findet sich dort auch oft jemand der euren Lieblingen ein neues Heim geben kann wenn ihr es nicht mehr könnt.



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