Heute mal ein Gesundheitsthema.
Schilddrüsenprobleme, vor allem die Unterfunktion der Schilddrüse scheinen mittlerweile eine Volkskrankheit zu sein.
Das hierbei auf Jod, Jod und nochmals Jod gepocht wird, kann dummerweise das Problem noch verschlimmern.
Ja, Jodmangel ist nicht die einzige Ursache für Schilddrüsenprobleme. Nur wer sagt einem das?
Hat man zuwenig Schilddrüsenhormone im Blut werden diese schnell mal verschrieben...natürlich mit einer Extra Portion Jod.
Dass mittlerweile tierische Produkte, durch das Anreichern der Nutztiernahrung mit Jod und das Verwenden von Jodsalz bei der Zubereitung, soviel Jod wie Seefisch enthalten können, überrascht jetzt sicher einige.
Trotz ausreichend Jod kommt es zu Schilddrüsenproblemen, zuviel Jod kann diese auch auslösen und hat bei einigen Personen einen bremsenden Einfluss auf die Produktion von Hormonen.
Das einfach durch die Bank mehr Jod empfohlen wird, erweist sich als Fehler.
Der Körper ist nun einmal keine Maschine bei der man nur mal eben neu Öl einfüllt und fertig.
Meistens ist das Problem ein Mangel an mehr als einem Nährstoff.
Isolierte, einzelne Stoffe bringen oft nicht die erhoffte Erleichterung.
Jod ist nur eines der Dinge dass die Schilddrüse braucht, wenn man Jodsalz verwendet, jodierte Speisen isst und dazu noch eine Vitamintablette mit Jod nimmt, hat man mehr Jod aufgenommen als man braucht.
Hat man dann trotzdem Probleme sollte man die Sache genauer ansehen lassen da die Schilddrüse auch das Herz beeinflusst. Der normale Hausarzt hilft oft nicht. Ein Spezialist muss dann zur Rate gezogen werden um herauszufinden wo das Problem liegt.
Am Ende gehört man zu den Personen die sich, durch die Vorfahren die fern des Meeres lebten, an geringere Jodmengen angepasst haben und zuviel Jod nun deren Schilddrüse überfordert.
Japaner z.B. die von Meer umgeben sind und sich über Jahrtausende angepasst haben, vertragen Joddosen bei denen ein Europäer umkippt.
Die Warnungen auf den Packungen von Suppenalgen dass man die Brühe nur Teelöffelweise trinken dürfte, sind ein lustiger Unterton wenn man bedenkt dass Japaner solche Brühen täglich schalenweise zu sich nehmen.
Und ein Zeichen dafür,dass es eben nicht nur Jod ist auf das man achten muss.
Selen ist in Deutschland ein Mangelmineral, dummerweise auch durch die moderne Landwirtschaft welche die Humusschicht zerstört und überwiegend mit Tierkot und Kunstdünger düngt.
Gründüngung, Düngung mit Gesteinsmehl, Holzasche und sogar die Düngung mit Meeresalgen war früher normal und hat den Boden mit Mineralien angereichert.
Kunstdünger enthält nur die nötigsten Mineralien, an Spurenelementen wie Selen, Kupfer, Zink und dergleichen fehlt es, da diese den Dünger teurer machen und auf den ersten Blick die Pflanzen mit billigem Dünger genauso gut wachsen.
Anfälligkeit für Pilze und andere Krankheiten werden dann halt chemisch bekämpft, weil der Mangel an Spurenelementen halt auch dem Immunsystem der Pflanze schadet, nicht nur dem des Menschen.
Früher mag Jodmangel die Hauptursache für Schilddrüsenprobleme in den ländlichen Regionen fern des Meeres gewesen sein.
Mittlerweile merkt die Wissenschaft aber das z.b. auch Selenmangel der Schilddrüse schadet.
Auch unsere Ernährung mit mehr gesättigten Fetten und zuwenig Omega3 Fettsäuren wirkt sich negativ aus.
Hierbei hat Omega3 aus pflanzlichen Ölen eine positive Wirkung.
Gehärtete Fette, üblich in Margarine, Frittierfett und vielen Fertigprodukten, ist hingegen ein Räuber von Omega3 Fettsäuren und Antioxidantien.
Mancher mag jetzt denken es sei einfacher eine Hormontablette einzuwerfen statt sich mit seiner Ernährung zu beschäftigen.
Doch da der Körper keine Maschine ist, können Probleme der Unterfunktion trotz genügender Hormone weiter bestehen.
Dem ist nicht so wenn die Schilddrüse reibungslos funktioniert, nur man weiss nicht was die Schilddrüse hier noch für eine Rolle spielt.
So kann Müdigkeit, Fettsucht und andere Probleme weiter bestehen, selbst wenn durch die Hormongabe schon Symptome der Überdosierung wie Nachtschweiss, Bluthochdruck und Herzrasen auftreten.
Das feine Zusammenspiel der Hormone hat der Mensch halt noch nicht im Detail herausgefunden, nur die groben Mechanismen um etwas zu flicken.
So wie wenn man die Zündkerzen auswechselt aber das Öl nicht und sich wundert wieso das Auto nicht so will, wie es sollte.
Jede Körperzelle ist auf eine Mischung von Nährstoffen angewiesen, sich nur auf die bekanntesten zu konzentrieren erweist sich als Fehler.
Ein gutes Beispiel sind hier auch die Ballaststoffe die so genannt wurden weil man dachte sie belasten den Körper nur und sollten vermieden werden.
Dass die Ballaststoffe aber für den Körper nötig sind, hat sich erst über Jahrzehnte hinweg herausgestellt.
Anfangs als Hilfe für den regelmässigen Stuhlgang und die Sättigung, erst seit wenigen Jahren weiss man auch das Ballaststoffe wie ein Schwamm schädliche Stoffe aufnehmen und aus dem Körper schleusen.
Man unterteilte Fette auch nur in pflanzlich und tierisch bevor man verstand dass mehr daran ist.
Jetzt wird viel auf Omega3 aus Fisch gepocht, dass aber Omega3 als Nahrungsergänzung nicht die vorher festgestellten positiven Auswirkungen auf das Herz hatte, wundert nun.
Das wurde einem ja jahrelang erzählt und wird immer noch empfohlen.
Dass omega3 aber nur im Nahrungsverbund funktioniert oder wenn der Körper sein 'komplexes' Omega3 aus einfachem aufbauen kann, wurde nicht bedacht.
Selber Fehler bei isoliertem Vitamin C und natürlichem Vitamin C das wesentlich stärker wirkt obwohl beide in der Struktur dieselben sind.
Nur wieso, das wusste lange niemand.
Obwohl ja eigentlich klar sein sollte warum.
Vitamintabletten können nur unterstützen, Hormontabletten sind nur ein Notnagel, ein nötiger aber nie so gut als wie wenn man seinen Körper zum richtigen funktionieren bringt.
Richtig zu essen mag manchmal teurer scheinen, gerade wenn man auf Hartz4 angewiesen ist.
Es mag auch einfacher scheinen künstliche Zähne zu haben statt sich mit Zähneputzen und eventuellen Zahnschmerzen und Löchern herumzuschlagen..oder doch nicht?
Auch für Zähne ist Selen wichtig, nicht nur genug Kalzium, die Mischung machts.
Und die kriegt man am sichersten mit der Nahrung, nicht durch Tabletten.
http://www.fet-ev.eu/ernahrungstherapien/ernahrungstherapie-schilddrusenunterfunktion
http://wechseljahre.gesund.org/beschwerden/schilddruesen-unterfunktion.htm
http://www.hausmed.de/krankheiten/schilddruesenunterfunktion/symptome
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