Die lieben Zähne, was haben wir nicht manchmal für Probleme mit ihnen...oder generell mit dem Mund.
Da gibt es Tabletten und Pasten und allerlei Gerät um zu putzen, zu wienern, zu polieren und bis in die kleinsten Ecken zu kommen...und trotzdem haben manche einfach kein Glück.
Meistens ist es so dass wir Zahnfleischbluten, Rückgang dessen, Löcher, Schmerzempfindlichkeit oder die Notwendigkeit des Bohrens und Reissens als normal ansehen.
Irgendwann müsste das ja sein, oder nicht?
Dabei muss man sich mal überlegen dass die Natur einem ja nichts normalerweise mitgibt dass nach 20-30-40 Jahren den Geist aufgibt statt ein Leben lang zu halten.
Zähne sind Knochen, lebendes Gewebe dass sich regeneriert und repariert und vor Zerfall schützt.
Statt den Verfall als Übel des Alterns anzusehn muss man sich fragen...warum sieht es bei uns so schlecht mit einem Teil des Körpers aus der uns eigentlich bis ins hohe Alter dienen sollte.
So wie Lunge, Herz und Darm das ja auch normalerweise tun sollten...die Zähne sind da keine Ausnahme.
Ihre ach so frühe Beschädigung hingegen ist keineswegs normal.
Und noch wichtiger, was kann man dagegen tun?
Sicher haben auch unsere nächsten Verwandten, die Menschenaffen, mal Zahnprobleme..aber in dem Ausmaß wie wir zivilisierte es haben, ist es unbekannt.
Vergleichen wir uns mit den Frühmenschen sehen die Forscher dazu noch dass unser Zahnschmelz wesentlich dünner und weicher ist als damals in der Steinzeit, oder noch früher.
Knochen werden dichter, stabiler bei Bewegung, bei Belastung. Wenn man Sport macht oder hart arbeitet.
Hockt man auf dem Sofa nimmt die Knochendichte ab..
Und Zähne sind Knochen, sie brauchen Belastung.
Belastung durch Kauen, Kauen was die Durchblutung im Mundraum fördert, den Speichelfluss anregt, Kauen das Druck ausübt auf den Zahn und dieser als Reaktion darauf dafür sorgt das mehr Masse angelagert wird um stärker zu werden.
Der Fasergehalt unserer Nahrung und deren Härte hat seit der Industrialisierung für breite Schichten der Bevölkerung abgenommen.
Weiche Nahrung bringt kein Training..weiches Brot, weichgekochtes Gemüse, ballaststoffarme Nahrung.
Ja, das ist nur ein Teil des Problems, doch auch eins das man wissen sollte.
Kauen bringt die knochenaufbauenden Zellen dazu, mehr Material, Mineralien im Zahn anzulagern genauso wie Belastung durch Bewegung die knochenaufbauenden Zellen im restlichen Skelett dazu bringt, den Knochen zu stärken.
Muskelbewegung transportiert die Lymphe ab..das Lymphsystem ist auf Muskelbewegung angewiesen um die Schadstoffe abzutransoprtieren, oder die Bestandteile des Immunsystems weiterzuleiten.
Infekte am Zahnfleisch, Zahnfleischtaschen, Zahnfleischbluten?
Kauen hilft, es fördert die Durchblutung, her mit den weissen Blutkörperchen, weg mit den Bakteriengiften welche die Lyphe wegschleusen kann.
Geht natürlich nicht wenn es einen richtig arg erwischt hat, daher vorbeugen bevor es zum Problem kommt.
Dazu reinigen die Ballaststoffe die Zähne.
Die ganzen künstlichen Putzkörper in der Zahnpasta die weissere Zähne versprechen sind nur ein milder Abklatsch dessen, was wir normalerweise sowieso durch das Kauen von hartfasriger Nahrung kriegen würden.
Ja klar, die Zahnbürste braucht man eh. Aber die kann den Putz- und Trainingseffekt richtiger Nahrung nicht ersetzen...und nein ihr Scherzkekse, damit meine ich nicht Chips oder Knäckebrot.
Ordentliches Kautraining kann auch dafür sorgen dass Zähne richtig im Kiefer wachsen statt schief zu werden da durch das Muskel- und Knochentraining der kindliche Kiefer anders wächst als wenn er durch leichte, weiche Kost keinen Anlass hat sich zu dehnen, zu strecken...zu wachsen wie er sollte.
Kinder profitieren schon mit den ersten Zähnchen von harter Kost.
Kein Zwieback sondern Möhrenstifte. Zwieback ist schafkantig, die Brösel verletzen das Zahnfleisch wenn es dumm kommt.
Und die Stärke im Zwieback legt sich als klebriger Film um die ersten Zähnchen und bietet Karies und Baktus ein Buffet.
Es mag unglaublich klingen, aber ja..schon ganz junge Kinder die gerade zu zahnen anfangen, können Karotten zerbeissen..und das oft mit dem größten Vergnügen.
Bitte keine zu große, unnötige Panik vor dem Verschlucken, das kann passieren, aber mit anderen Sachen genauso.
Und wenn die Kinder früh üben können wie man kaut, wie sich feste Nahrung im Mund anfühlt, dann verschlucken sie sich auch nicht so leicht.
Das wird einem klar wenn man sich überlegt dass wenn man ein Kind in Polsterfolie packt damit es beim Laufen lernen kein Aua kriegt, auch Probleme beim Laufen lernen kriegen wird da ihm die Bewegungsfreiheit, das Training fehlt.
Kauen muss gelernt sein, oder wie denkt ihr haben die Urmenschenbabies das kauen gelernt, die Affenkinder?
Da gabs das was auch Mamma gegessen hat und die Kinder lernten was sie essen konnten und was nicht..und das richtige Kauen.
Die Menschheit ist nicht in der Wiege ausgestorben weil die Nachkommen alle durch früh gereichte Essensbrocken sich verschluckt hätten und verstorben wären.
Nüsse ja, die sind eine Gefahr weil sie winzig sind, schlecht zu fassen mit dem kindlichen Mund und schlecht zu kauen..aber bitte keine Panik vor Karotten, Gurken und Obststücken.
Ja, aufpassen sollte man immer, aber kleine Affenkinder fallen auch nicht reihenweise erstickt aus dem Geäst weil sie sich verschluckt haben. Kleine Menschenkinder genausowenig aus dem Hochstuhl.
Da das Kind an einem Apfelschnitz richtig herumbeissen kann und nicht wie eine winzige Nuss gewissermaßen im Mund verliert, passieren damit auch nicht so schnell Unfälle.
Und die Stücke nicht zu klein, immer groß genug damit das Kind sie festhalten muss und richtig was zu beissen hat. Gerade an kleinen, mundgerechten Happen verschluckt es sich leicht wenn das Kind sie nicht festhalten und davon abhalten kann zu tief in den Hals zu rutschen.
Kauen stärkt den Zahn, das Zahnfleisch. Alle Muskeln und Knochen brauchen Training, auch die im Mund.
Zähneputzen, aber richtig.
Darüber wurde schon genug gesagt, oder?
Viele Leute drücken zu fest auf...man benutzt beim Autolack ja auch keinen Scheuerschwamm den man noch mit aller Muskelkraft über den Lack schiebt.
Ihr macht euch nicht nur das Zahnfleisch kaputt, sondern auch den Schmelz..Kratzer im Lack, Kratzer im Schmelz..und gerade darin setzt sich dann Flugrost bzw Bakterien und Schmutz an.
Zahnfleisch dass durch harte Borsten und zuviel Druck verletzt wird, weicht zurück...bildet Taschen, Zahnhälse liegen frei.
Selbst viele 'weiche' Borsten sind schon zu hart, was da mittelfeste oder gar harte Zahnbürsten im Handel sollen verwundert mich. Dazu schiebt man mit harten Borsten oft noch Plaque und Bakterien unter den Zahnfleischrand statt sie wegzuputzen.
Weiche Borsten schmiegen sich besser an, rutschen besser in Spalten und putzen den Dreck raus.
Ein Staubwedel besteht ja auch nicht aus Schweineborsten, damit kommt man nicht in alle Ecken..und verkratzt dazu noch den LD TV.
Wer Füllungen hat, aufpassen bei elektrischen Zahnbürsten!
Die Vibration der Bürsten, vor allem wenn diese noch mit Ultraschall als besonders reinigend und Plaquelösend verkauft werden, lösen durch die Erschütterung auch Füllungen und ähnliches.
Dauernde Vibrationen die durch den Autoverkehr auf einer Brücke entstehen, machen diese mit der Zeit auch bröckelig.
Ultraschall wird zur Entfernung von Plaque benutzt, sogar zum Bohren..logisch dass dieser dann auch Füllungen lockern kann...oder was halt so am Zahn ist(Kunststoffverblendungen etc)
Wer hier also öfter mal Probleme mit sich lockernder Zahntechnik hat oder sich Plomben leicht ausbeisst, sollte mal seine elektrische Zahnbürste genauer ins Auge fassen.
Lieber etwas mehr Zeit zum putzen einsetzen mit einer normalen Zahnbürste..wer auf die elektrische nicht verzichten mag sollte nicht zu fest drücken und sie nicht direkt auf einer Plombe etc benutzen.
Reinigt lieber mit einer normalen Zahnbürste vor und benutzt bei den schwierigen Ecken dann kurz die elektrische Bürste, so ist der grobe Dreck weg, die teuren elektrischen Köpfe halten länger und die Gefahr ist geringer dass die Vibrationen was lockern was nicht gelockert werden soll.
Nur am Abend mit der elektrischen Zahnbürste zu putzen wäre auch eine Möglichkeit, oder sie jeden zweiten Tag zu benutzen und ansonsten eine normale Zahnbürste.
Wichtig ist auch Wann man putzt:
Die Meisten werden wohl wissen dass man eine halbe Stunde nach dem Essen putzen soll weil Säuren im Essen den Zahnschmelz so weich machen können das man ihn wegputzt.
Allerdings!...
Sitzen Speisereste auf den Zähnen, vor allem als Stärkefilm der dann zu Säure zersetzt wird, bringt die halbe Stunde Regel nichts!
Der Zahnschmelz bleibt dann logischerweise durch die Säure weich.
Was tun?
Nach dem Essen den Mund ausspülen damit Speisereste weggespült werden, gurgelt ruhig, zieht das Wasser mit Anspannung der Mundmuskeln zwischen den Zahnräumen hindurch..durch die Anstrengung der Muskeln kriegt man auch gleich wieder bessere Durchblutung.
Wer will kann auch mit Salzwasser gurgeln, das desinfiziert noch etwas und regt die Durchblutung zusätzlich an.
Dazu schmeisst man unraffiniertes Steinsalz in ein Schraubglas, füllt Wasser auf und zieht die gesättigte Salzlösung durch den Mund so dass es in alle Ecken kommt. Soviel Salz dass ein Rest ungelösten Salzes zurückbleibt, die Lösung soll gesättigt sein.
Schmeckt grausig, ja..aber wirkt toll gegen Plaquebakterien und ist billig.
Wirkt genauso wie Ölziehen besser als medizinische Lösungen wie man in Studien herausgefunden hat.(Aber daran verdient die Pharmaindustrie halt nix)
Ölziehen
Kennen einige vielleicht schon. Man nimmt einen Esslöffel Pflanzenöl in den Mund und zieht es unter Anspannung durch den Mund bis es weiss geworden ist..circa 2-4 Minuten.
Warum wirkt Ölziehen so super gegen Bakterien, Plaque und stärkt das Zahnfleisch?
Einmal weil man sich mehr anstrengen muss das zähe Öl durch den Mund zu bewegen, mehr Muskelbewegung, mehr Durchblutung.
Da Öl zäh ist und man sich mehr anstrengen muss, nimmt es auch fester sitzende Speisereste mit die von Wasser nur umspült werden.
Dazu vermischt sich der Speichel mit dem Öl und bildet eine Lösung die Bakterien besonders gut wegspült.
Dieses Öl-Speichelgemisch hat sowohl lipophile als auch hydrophile Eigenschaften...wie Seife..
Es kann also an die Bakterienhülle andocken und die Bakterien dann mitreissen, so wie Seife dann Schmutzpartikel umschließen kann und ablöst.
Wer will kann auch einige Tropfen Pfefferminzöl in die Ölflasche tun..das wirkt noch besser desinfizierend und gibt frischen Atem.
Den Mund kann man danach problemlos mit Wasser von den Ölresten säubern.
Diäter müssen also keine Sorgen wegen den Kalorien haben.
Ihr müsst es nicht machen, mit Wasser ausspülen hilft auch schon, danach noch einen Kaugummi kauen.
Am besten einen Xylitkaugummi, denn Xylit hemmt das Bakterienwachstum.
Wer sich aber richtig sorgt oder schon Probleme hat, der sollte sowohl Salz, als auch Öl ausprobieren was einem besser behagt...oder beides, tut euch keinen Zwang an.
Säuren lösen also Mineralien aus dem Schmelz...und damit haben wir unseren nächsten Pluspunkt.
Kauft euch ein Mineralpulver das mehr als nur Calcium und Magnesium enthält.
Nach dem Essen nehmt ihr davon etwas in den Mund, speichelt es ein und lasst es auf die Zähne wirken.
Ihr könnt es natürlich auch durch den Mund ziehen mit etwas Wasser.
So werden Säuren neutralisiert und der Zahn kann unter Umständen auch wieder Mineralien aufnehmen, je nach Präparat.
Präparate mit Carbonaten werden weniger gut vom Zahn aufgenommen, sogenannte biologisch aktive Mineralien können die hinterlassenen Lücken im Plaque durch ihre besondere Form wieder auffüllen.
Was ihr nehmt ist eine Frage des Geldes, Carbonat-Mineralien neutralisieren aber zumindest schon mal die Säuren, härten kann sich der Zahn auch selber wieder durch den Zahnstoffwechsel und die Dentinkanälchen durch die der Zahn Mineralien von seinen Blutgefäßen zur Zahnoberfläche befördert.
Zahnbürste haben wir...und was kommt drauf?
Ganz ehrlich? Eigentlich braucht man gar keine Zahnpasta..viele Zahnpastas sind durch gewisse Inhaltsstoffe zwar gut für Blitzsauberzähne, schaden aber dem Zahnfleisch.
Vor allem Sodium/Natiumlaurylsulfat schadet.
http://lifestyle.t-online.de/zahnpasta-markenprodukte-schneiden-schlecht-ab/id_13850254/index
Googelt am besten mal selber darüber.
Am allerschonensten sind Kinderzahnpastas wenn es denn eine sein muss, auch eventuell eine 'Naturzahnpasta' aus dem Reformkostladen oder auch...Ajona von Dr. Liebe.Je weniger Technik drin ist, umso besser.
Viele Leute nehmen auch viel zuviel Zahnpasta..das trocknet auch noch die Schleimhäute aus und behindert den Speichelfluss, das was der Zahn ja brauchen würde.
Nicht mehr als eine Erbse sollte es sein von normaler Zahnpasta..mehr ist nicht! besser.
Man schüttet ja auch keine Pfund Waschmittel in die Maschine weil man glaubt es würde dadurch besonders sauber, oder?
Dazu reiben vor allem Zahnweiss-Zahnpastas den Zahnschmelz ab, die Putzkörper darin machen halt nicht einfach weiss, sie reiben ab..wie Schmirgelpapier zum Möbelreinigen.
Da geht nicht nur der Schmutzfleck weg..leider.
Ja was nehm ich denn dann ?
Also wenn ihr mal was anderes als Zahnpasta ausprobieren wollt..
Xylit
Kauft euch Xylitpulver, streut etwas davon auf die nasse Bürste oder drückt sie mal kurz ins Pulver und putzt damit.
Das macht quietschesaubere Zähne, schmeckt halt sehr süß..wirkt Bakterienhemmend und lässt den Speichel schäumen. Nicht so wie Zahnpasta aber es schäumt nach ner Weile.
Hilft auch gegen Zungenbelag da die Bakterien das Xylit futtern, aber es nicht verdauen können und daher verhungern..der Belag auf der Zunge besteht ja aus Bakterien.
Manche Leute nehmen Heilerde, Zahnkreide, ohne Alles oder mit Backpulver.
Bis auf das Backpulver alles gut..aber Backpulver nicht, nicht mit Zitronensäurezusatz...
Das beruht auf einem Übersetzungsfehler da die Amerikaner meistens Natriumcarbonat zum Backen nehmen und das deren Backpulver ist...bei uns ist Säure mit drin, die Amis müssen das erst zumischen.
Die Amis nehmen also Natriumcarbonat zum Zähneputzen, nicht unser Backpulver..das Natriumcarbonat wirkt basisch, gegen Säuren..und desinfiziert leicht...das kann man nehmen.
Natron bzw Natriumcarbonat gibts auch als Bulrich Magentabletten, als Wäschehilfsmittel in der Drogerie/Haushaltsabteilung oder in der Apotheke.
Zahnkreide schmeckt kreidig...putzt aber gut..
Heilerde ist..ähm..sandig. Putzt gut..wirkt auch gegen Mundgeruch, hilft bei Entzündungen, wunden Stellen...
Aber....man muss sich erst an das Mundgefühl und das sandige Gefühl gewöhnen.
Wer nicht richtig ausspült knirscht dann mit den Zähnen...dafür ist das Zeug auch billig.
Heilerde ist wirklich gut, gerade wer Zahnfleischtaschen hat..oder wunde Stellen im Mund. Der einzige Nachteil ist das Mundgefühl.
Man kann die Zahnbürste auch in Salzwasser tunken oder mit Salz bestreuen und damit putzen, so wie man halt mit Salzwasser gurgelt.
Xylit empfinde ich von allem genannten noch am angenehmsten und einfachsten..damit putzen auch kleine Kinder gerne.
Aber es gibt auch Leute die von Heilerde so überzeugt und begeistert sind, also lasst euch überraschen und probiert rum.
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