Freitag, 21. Dezember 2012

Harry Potter Goodies Teil 1

Ja, das gehört wohl nicht zum sonstigen Ton, aber immer das gleiche Lied geht einem doch irgendwann auf die Ohren...

Sicher nicht das A und O der Ernährung, aber  man braucht manchmal einfach den Spaß...

Und da es etliche Harry Potter Fans gibt die mich darum gebeten haben...und irgendwie passt es doch zum überlebten Weltuntergang.. ;)


Butter Beer


Rezepte gibt es dazu wie Sand am Meer, das Originalrezept des Harry Potter Themenparks ist nicht mehr als Fanta, Butterscotch-Sirup und Sahne.


Entsprechend süß und gerade Kinder sind nach dessen Genuß wie Eichhörnchen auf Kaffee(Kudos wer die Referenz dazu herausbekommt).

Butterscotch zu  machen ist nicht so schwer, da wir aber Toffee-creme für andere Rezepte brauchen werden und die beiden Sachen ziemlich ähnlich schmecken, machen wir den.

Und man kann sicher auch einfach Limonade aus dem Supermarkt nehmen, aber klassischer wäre sicher richtige Limonade, selbstgemacht weil Rosmerta sicher auch nicht bei den Muggeln einkaufen geht.

Erstmal die Toffee-creme

2 Dosen Kokosnussmilch(kein light)
1 1/2 Tassen braunen Zucker(oder in etwa eine leere Kokosnussmilch Dose gut gehäuft)
2-4 Pandanblätter, muss aber nicht sein. Die bekommt man im Asialaden.
1 Prise Salz(muss auch nicht sein)

Die Kokosnussmilch kommt in einen Topf oder Pfanne, den Zucker löst man darin  und kocht es auf, dann lässt man es vor sich hin köcheln auf niedriger Stufe bis es auf etwas mehr als die Hälfte eingekocht ist.

Das kommt teilweise auch auf die Kokosnussmilch an, manche bieten mehr Substanz.
Die Konsistenz der abgekühlten Masse sollte streichfähig sein..und ist auch ein wahnsinnig leckerer Brotaufstrich...

Einen Teil der Creme brauchen wir später noch für  einen Kuchen...

Jetzt die Limonade

4 Biozitronen

100g Zucker(Agavensirup/Stevia oder was auch immer statt Zucker)
1 Liter Sprudel/Wasser

Das wird ein wenig Arbeit, aber nehmt euch ein scharfes Messer, schält die Zitronen hauchdünn so dass möglichst wenig weiss an den Schalen ist.

Die Schalen brauchen wir für was anderes, aber schneidet sie in feine Streifen oder hackt sie,vermischt sie mit Zucker und packt sie in ein Schraubglas. Die Zitronenschalen werden mit genug Zucker konserviert.

Für die Schalen von 4 Zitronen  füllt man den Rest eines normalen Schraubglases(von Marmelade/Oliven) mit Zucker auf, bzw mischt die Zitronenschalen nach und nach unter,schichtweise mit dem Zucker.

Die Zitronen kann man jetzt immer noch gut auspressen.

Ihr könnt auch Limonen oder Orangen nehmen, bei süßeren Zitrusfrüchten halt entsprechend weniger Süßungsmittel.

So und den Zucker mischt ihr mit dem Zitronensaft und nur gerade soviel Sprudel dass es sich gut löst.

Dazu kommt jetzt eine  halbe, bis eine Tasse der Toffee-creme.

Und damit es schäumt, auch ohne  zusätzliche Sahne, gießt man jetzt mit Sprudel auf.

Natürlich könnt ihr jetzt noch etwas Kokosnuss-sahne dazugeben wenn ihr mögt,es muss aber nicht sein.

Toffeesirup gebt ihr nach Geschmack dazu, wer es nicht pappsüß mag dem reicht auch eine halbe Tasse Toffee-creme.

Das ist ein wesentlich leichteres und erfrischenderes Getränk als das Filmpark Butterbeer. Der Schaum hat auch eher etwas bieriges an sich statt wenn man den Schaum mit Sahne macht.


Durch den Toffee kriegt man das Aussehen eines naturtrüben Hefeweizenbiers.

Als Erwachsener kann man sich ja etwas Single Malt druntermischen ;)


Treacle Tart


The choosen Nachtisch..eigentlich sowas von simple Zutaten, extrem einfach..bei uns wäre das Bröselkuchen falls das jemand was sagt, oder Butterkuchen. Genauso simple Zutaten, genauso einfach.

Der Boden

Ist eigentlich ein Mürbteigboden..sehr einfach.

Ihr könnt Vollkornmehl, Weissmehl oder auch glutenfreie Backmehle nehmen.

250 g Mehl
100g Zucker
200g Margarine(bzw Halbfett geht auch und spart Kalorien)
1 Prise Salz
1 Packung Vanillezucker
1/2 Packung Backpulver

Das reicht für eine 20-25 cm Durchmesser Kuchenform, hebt etwa ein Viertel des Teiges auf.

Für den Teig mischt ihr alle trockenen Zutaten und knetet dann die Margarine unter. Eventuell tröpfelt! ihr noch etwas Wasser darauf. Aber nicht zuviel, es ist ein eher trockener Teig den ihr dann in die Kuchenbodenform presst und  etwa einen 2 cm hohen Rand macht sofern ihr keine Kuchenbodenform habt wo so ein geformter Rand schon angedeutet ist.


Jetzt könnt ihr den Kuchenboden eigentlich schon bei 175 Grad backen, für etwa 15 Minuten auf mittlerer Schiene.

Stecht den Teig mit einer Gabel ein bevor ihr ihn reinschiebt. Normalerweise sollte er gleichmässig backen und ich finde es unnötig  den Boden mit Alufolie abzudecken und mit Bohnen zu beschweren damit er nicht aufgeht...

Aber wenn ihr den Boden vor dem Backen beschwert wird er halt gleichmässiger. Man kann auch Schälerbsen nehmen und die sind danach zum Erbsensuppe machen immer noch gut.

Die Füllung

1 Zitrone, Saft und geriebe Schale

200g Golden Syrup..das wäre heller Zuckerrohrsirup, den gibt es aber kaum in Deutschland.
Aber! So gut wie 100% gleich ist heller Agavensirup.
Oder man kann auch Invertzuckersirup nehmen, das wäre das Billigste.
Vielleicht habt ihr ja auch einen Zuckersirup den ihr besonders mögt, oder einen Karamellsirup?
200g Semmelbrösel

Ja, Semmelbrösel...wer glutenfrei bäckt der will vielleicht lieber eine Mischung aus geriebenen Nüssen und etwas (glutenfreies)Mehl mit Fett zu Streuseln gemacht nehmen da glutenfreie Semmelbrösel verboten teuer sind.

Treacle Tart war früher ein Arme-Leute-Kuchen um Brotreste zu verwerten.

Dunkles Treacle ist übrigens ähnlich wie Zuckerrübensirup. Beide Treacle Sirups sind Nebenprodukte der Zuckergewinnung wenn der Zucker auskristallisiert und das was übrig bleibt wäre dann Treacle.

Es ist nicht original, aber wegen des Geschmacks nehmt vielleicht halb gerieben Nüsse,halb Semmelbrösel.

So, jetzt müsst ihr eigentlich nur noch den Sirup mit Zitronensaft und Schale sowie den Brotkrumen ordentlich vermengen. Eventuell erwärmt ihr den Sirup vorher damit er flüssiger wird je nachdem was ihr nehmt.

Ich nehme gerne ein paar Esslöffel Sojajoghurt unter die Masse, es muss nicht sein aber ein wenig davon verbessert die Konsistenz der Füllung meiner Meinung nach.

Jetzt füllt ihr die Brotkrumenmasse in den Kuchenboden, rollt den Rest des aufgehobenen Teiges auf und macht ein Kuchengitter als Verzierung drauf.

..gut muss auch nicht sein falls ihr lieber den ganzen Teig als Boden verarbeitet habt...

Tja und das backt ihr jetzt  für etwa 20-25 Minuten bei 175 Grad auf unterster Schiene bis das ganze einen schönen Karamellton hat.

Zu dem warmen Kuchen gibt es dann Vanilleeis, oder was klassisch ist, clotted cream.

Clotted cream ist keine Sahne, was am ehesten an Konsistenz und Geschmack hinkommt ist die Original 'Sahne' von Soyatoo.
Clotted cream ist ein Zwischending zwischen Sahne und Sauerrahm, leicht aufgeschlagen um es cremiger zu machen.

Die Soyatoo Sahne direkt aus dem Tetrapack, nur mal kräftig mit dem Schneebesen durchgerührt kommt sehr nahe ran.

Wer jetzt keine Fertigprodukte nehmen will kann auch selber was zusammenbasteln.

Dazu braucht man nur eine Dose Kokosnussmilch kühlen, dann das Fett was sich ansammelt ablöffeln und dieses aufschlagen um dann Puderzucker, eventuell etwas Vanille darunter zu arbeiten bzw Bio-Sahnesteif, das gibt es glaube ich auch von Ruf, ist billig und verfälscht den Geschmack am wenigsten.

Das ergibt auch eine nette 'Sahne' und wer Sojajoghurt da hat kann es nach Geschmack mischen da clotted cream ein wenig säuerlich ist.


Fudge

Und damit meine ich nicht den unfähigen, magischen Minister sondern eine Süßigkeit die aus Karamell besteht und oft Nüsse, Schokoladenstücke oder Hartkaramell mit reingemischt ist.


Fudge ist so gesehen das englische Gold, denn bei dem klischeehaften  trüben Wetter braucht man entweder Scotch, oder etwas mit viel Zucker...oder auch beides.
Und die Zuckerliebe der Engländer ist genauso ein vielgeliebtes Thema von Sketches wie Melonen und Regenschirme(oder das kühle, gefasste Äussere der Engländer und ihr absolut gegenteiliges Benehmen im Schlafzimmer)

Fudge ist wirklich keine leichte Sache, aber man isst es ja nicht als Hauptgang sondern als Süßigkeit.

Tja..hier kommt es also...

1 Tasse Kokosnussmilch(oder anderes)
2 Tassen Zucker
400g Zartbitter/Blockschokolade
Vanillezucker, Zimt und Nüsse nach Geschmack
100g Kokosfett oder ähnliches


Nehmt den Zucker und gebt ihn in eine trockene Pfanne, schmelzt den Zucker und dreht nicht zu hoch auf.
Der brennt sonst schnell an und es wird bitter..oder brennt.
Bei einer hellen Pfanne oder Holzschaber seht ihr am ehesten wenn der Zucker eine leichte Karamellnote bekommen hat. Bräunt ihn nicht zu stark.

Und weg damit von der Platte.

Nehmt nun das wasserfreie Fett und verrührt es mit dem Karamell.
Das kühlt das Karamell etwas ab und da dass Fett wasserfrei ist gibt es keine gefährliche Spritzerei wenn das Wasser auf den heissen Zucker treffen würde.

Spritzendes Karamell macht die übelsten Brandblasen.

Rührt das Karamell weiter und kühlt es leicht weiter ab im Wasserbad..aber nicht zu sehr.
Das merkt ihr dann schon weil das Karamell etwas fester wird.

Gebt die Kokosnussmilch dazu und schmelzt die Schokolade in die Masse.

Da dass Ganze ja recht heiss war, schmilzt die Schokolade gut mit ein, rühren..rühren..

Die Kakaobutter und das Lecithin sorgen dafür dass sich alles schön verbindet.

Und dann gebt die Nüsse dazu ie ihr mögt, oder vielleicht kandierte/getrocknete Früchte.

Kratzt die Masse auf ein Backpapier bzw in  eine entsprechende Form und stellt es kühl.

Die Masse wird bei Zimmertemperatur immer etwas klebrig sein, daher stellt sie in den Kühlschrank und schneidet sie in Stücke wenn sie fest ist.

Jetzt kann man es noch in Kakaopulver wenden.


Das wäre jetzt Schoko-Fudge.

Das richtige Fudgee ohne irgendwelche Zusätze wie Nüsse geht einfacher und ist eher wie ein bekanntes Weichkaramell-bonbon.

Dazu kann man entweder einen Tetrapak Soyatoo mit 2 Tassen Zucker verrühren und auf der Herdplatte schmelzen lassen und karamellisieren, oder man geht ähnlich vor wie bei der Toffee-creme indem man die Masse nur stärker einkochen lässt bis sie schnittfest wird.

Dass allereinfachste funktioniert nur mit Fett und Zucker. Dazu muss man aber Margarine nehmen da es ohne Emulgator etwa schwieriger wird und sich das Fett vom Karamell wieder trennen kann.

Das wäre aber entweder ein Bonbon-Rezept, oder mit Wasser verdünnt dann Karamellsirup z.B. für Eis und kein Fudgee.

Wer jetzt lieber etwas Fudgeemässiges will ohne die Mengen an Fett und Zucker,findet mit diesem Rezept vielleicht was.


http://www.foodiefiasco.com/2012/03/24/the-worlds-healthiest-and-easiest-fudge/


Kurz übersetzt...

50g Mandelmehl
2 Essl Mandelmilch(oder anderes)
50g Apfelmus, Banane oder...sehr englisch..Kürbispüree.

Kakaopulver zum wälzen.

Man kann auch Mandelmus oder Erdnussbutter nehmen und etwas mehr gemahlene Mandeln/Nüsse untermischen um es formbarer zu machen wenn man dann Apfelmus/Banane untermischt.

Einfacher geht es eigentlich nicht,alles zu vermischen, kalt zu stellen bis es fester ist, dann kleine Brocken abzustechen und zu formen um sie dann mit Kakaopulver besser händeln zu können.

Und ja, das ist lecker..es ist kein richtiges Fudgee aber es schmeckt..und man könnte es sogar als kleinen Energiesnacks während des Sports bezeichnen.

Viele dieser Sport/Nutritionriegel sind weit ungesünder.


Teil zwei kommt morgen.



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